Nach 4 ½ Stunden gab’s keinen Sieger

TSV I vs. Friedersdorf / Gussow  9:9

In einer äußerst spannenden und hochklassigen Begegnung zwischen den beiden Spitzenteams der Staffel gab es am Ende zwar keinen Sieger, doch nach den ungünstigen Voraussetzungen und dem Spielverlauf haderten die TSVler mehr mit sich, war am Ende doch eigentlich mehr drin für den Gastgeber, doch das braucht es nicht nachdem tollen Tischtennis was gezeigt wurde. Erwartet wurde ein enges Match, doch für die Sabinchenstädter begann der Spieltag erst einmal mit einem kleinen Schock. Kurzfristig musste unsere Nr. 1 Jens Trompke krankheitsbedingt passen. Für Ihn sprang dann mit Daniel Speidel die Eins aus der Zweiten ein, die ja zeitgleich in Dahlewitz antreten musste und nun mit drei Ersatzleuten losfahren musste. Die Gäste aus Friedersdorf / Gussow traten in Bestbesetzung an und legten gleich gut los. In den Doppelpaarungen, wo man die Zusammensetzung beim TSV etwas änderte, unterlagen gleich beide Paarungen. Während Rob und Chris kaum Chancen hatten ihr Angriffsspiel gegen das Spitzendoppel der Gäste durchzubringen und nur einen Satz knapp für sich entscheiden konnten, sah es in der zweiten Begegnung mit Mareike und Daniel schon besser aus. Während sie den ersten Satz noch abgaben, stellten sie ihr Spiel besser auf ihre Gegner ein, Mareike platzierte die Bälle gut, ließ die Gegner gut laufen und Daniel punktete mit seiner sehr starken Rückhand ein ums andere Mal erfolgreich. Die nächsten beiden gewannen sie so recht deutlich und auch im vierten sahen sie schon wie die Sieger aus. Doch drei Matchbälle reichten nicht aus, sie wurden etwas passiv und das nutzten ihre Gegner konsequent aus, holten sich diesen Satz noch mit 13:11 hatten im Entscheidungssatz auch den besseren Start und verwalteten ihren kleinen Vorsprung bis zum Sieg. Nun lag man erstmal 0:2 hinten und musste versuchen über die Einzel etwas zu reißen. Da in den Reihen der Gäste der beste Einzelspieler der Staffel stand, die eigene Nr. 1 fehlte, war jedem klar, dass es nun ganz schwer werden würde zu punkten. Doch mit viel Kampfgeist ging man die Aufgabe an. Rob legte gleich gut los und konnte mit seinem sehr aggressiven Angriffsspiel erst einmal verkürzen. Mareike am Nebentisch gelang es zwar der Gästeeins nur einen Satz abzunehmen, doch dieser musste sich schon sein ganzes Können aufbringen den die Sätze gingen sehr knapp aus. Chris sorgte dann für einen weiteren Zähler. Vom Spielerischen eigentlich überlegen, gab er doch einige einfache Punkte ab und machte so seinen Gegner immer wieder stark. Im vierten Satz schien aber doch alles für ihn zu laufen, den mit einer 2:1 Führung nach Sätzen und 4 Matchbällen schien der Sieg greifbar nah. Doch es gelang nicht der entscheidende Punkt und der Satz ging noch weg. Das kratzte dann doch arg am Nervenkostüm, denn im Entscheidungssatz lag er schnell hinten. Doch nach dem Seitenwechsel verkürzte er Punk um Punkt und hatte den Gegner beim 10:10 wieder ein. Jetzt zeigte dieser Nerven, und Chris holte tatsächlich noch diesen, so wichtigen, Punkt. Auch in der Partie von Daniel ging es nach ähnlichem Spielverlauf über die volle Distanz, nur hatte hier sein Gegner die Nase vorn.

Daniel im Hintergrund bei seinem 1. Einzel im gut besuchten Spitzenspiel

Den 2:4 Rückstand gelang es zwar nicht in der zweiten Einzelrunde zu verkürzen, doch man hielt ihn. Punkten konnten diesmal Mareike und Daniel. Rob verlor in einem sehr hochklassigen, mit vielen offensiven Top Spin Rallys gespickten Sätzen, das Duell der Einser in vier knappen Sätzen. Bei Chris ging es wiederum über die volle Distanz. Der Verlauf glich seinem ersten Match, doch diesmal hatte sein Gegenüber mit 13:11 das bessere Ende für sich. Zwischenstand 4:6. Auch Chris gelang es in der dritten Runde dem Spitzenspieler einen Satz abzunehmen, während Mareike und Rob ihren zweiten Sieg holten. Den hatte auch Daniel gegen den Zweier auf dem Schläger. Nach Führung, Rückstand und Ausgleich ging es auch hier in den fünften Satz. Dort traf aber sein Gegner in der Anfangsphase recht gut und holte bereits den 8 Punkt für die Gäste. Damit war klar das man jetzt unbedingt noch ein Break im oberen Paarkreuz holen musste, den Daniel verlor seine Partie erwartungsgemäß gegen den auch an diesem Tag ungeschlagenem Spitzenspieler der Staffel. Damit hatten die Friedersdorfer das Unentschieden bereits in der Tasche. Ein spielerisch immer besser werdender Rob ließ seinem Kontrahenten keine Chance und verkürzte auf 7:9. Nun lag alle Last auf Chris nicht verlieren zu dürfen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe indem er den ersten Satz gegen einen sehr unbequem zu bespielenden Noppenspieler mit 10:12 abgab. In den nächsten beiden Sätzen gelang es ihm aber mit seinen guten Aufschlägen und hart nachgezogenen Top Spins diese für sich zu entscheiden. Dieses Spiel war aber recht kräfteraubend und so konnte sein Gegner ausgleichen. Im Entscheidungssatz spielte er seine Punkte in exzellenter Weise mit Köpfchen heraus, drückte seinen Gegner vom Tisch und holte ihn mit Stoppbällen wieder ran, so dass dieser oftmals zu Fehlern gezwungen wurde die Chris dann konsequent für sich nutzen konnte und mit 11:7 den Satz und das Match holte. Beim 8:9 merkte man beiden Teams die Anspannung vor dem letzten Match an. Für die einen ging es um den Sieg, während die Anderen wenigsten noch ein Remis erreichen wollten.

Mareike mit voller Konzentration im letzen Match des Tages

In diesem Match stand Mareike dem Dreier gegenüber, der genau wie sie bereits zwei Einzelsiege für sich verbuchen konnte. Im ersten Satz übernahm Mareike das Kommando und holte sich diesen sicher. Ihr Gegner änderte seine Spielweise, wurde Druckvoller und gewann die nächsten beiden Sätze. Auch im vierten ging er in Führung doch Mareike gewann wieder mehr an Sicherheit und es ging in den Entscheidungssatz. Auch dort übernahm sie mehr Initiative und zog zum nochmaligen Seitenwechsel auf 5:2 weg. Es lief, dachte man, doch nun spielte ihr Gegner wieder super Bälle und hatte sie beim 6:6 wieder ein. Auszeit Mareike. Wahrscheinlich genau zum entscheidenden Moment , den bei eigenem Aufschlag hatte sie zwei sehr “ wichtige“ Kantenbälle die ihrem Gegner wohl den Nerv zogen, den auch die nächsten beiden Punkte erzwang sie für sich zum 10:6. Jetzt sollte doch der Drops gelutscht sein, aber denkste. Jetzt zitterte bei Mareike das Händchen und ihr Gegner kam Punkt für Punkt ran, doch mit einer sehr mutigen Angriffsaktion schaffte sie den entscheidenden Zähler zum 11:9, holte sich das Match und den Punkt zum viel umjubelten letztendlich gerechten Remis in dieser hochklassigen für die Zuschauer gut anzusehenden Partie. Für die Gäste bedeutete das den ersten Verlustzähler und die Sabinchenstädter sicherten ihren zweiten Tabellenplatz.

TSV: Robert Benedikt 3,  Mareike Freytag 3, Chris Müller 2, Daniel Speidel 1

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